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Tipp des Monats

 
Pfoten vom Tisch!

Pfoten vom Tisch!

von Kerkeling, Hape

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Kalifornien, USA: Der Teenager Adam geht auf eine Party unter Freunden, und dann ist plötzlich der Mitschüler Jamal tot. Adams Familie stammt aus Tel Aviv, Jamal ist Afroamerikaner. Was ist passiert – auf der Party und davor? Aktuell, spannend, toll geschrieben.

Später Erfolg für eine über 80jährige Autorin: Helga Schuberts Geschichten erzählen vom Alltag in Nachkriegs-, DDR- und Wendezeiten, klar und voll Wärme.

Schon seit der Schulzeit steht Andreas im schatten des überaus gutaussehenden, weltgewandten, erfolgreichen Erik, der obendrein auch noch Kontakt zu der von Andreas so sehr verehrten Schauspielerin Hélène hat. Die würde Andreas auch gern kennenlernen. Dann kommt die Gelegenheit, und Erik ist nicht da ... amüsant, lebensnah und herrlich trockenhumorig.

Dora ist Großstadt und Lockdown entflohen. Die Wohnung in Berlin mit ihrem Freund Robert wurde im Home-Office immer kleiner, der Klimaaktivist Robert immer verbissener. Nun hat sie ein Haus in einem abgelegenen Brandenburger Dorf gekauft und versucht, Gefallen an der Gartenarbeit und dem Gassigehen mit ihrem Hund zu finden. Da guckt plötzlich ein kahlgeschorener Schädel über den Nachbarszaun und spuckt unfreundliche Worte aus …

Quasi eine Fortsetzung seines Kultbestsellers Faserland? Christian Kracht hat einen tiefen Blick auf die Familiengeschichte geworfen. Der Nazi-Großvater mit seinem kruden Antisemitismus, die alkoholkranke und tablettensüchtige Mutter, die langsam in Wahn und Demenz verfällt – Kracht inszeniert hier ein raffiniertes Roadmovie, schaut mit unerbittlicher Genauigkeit auf seine Figuren und mischt so schräg wie kunstfertig Fakten und Fiktion.

Nach über 20 Jahren in Deutschland ist es Zeit für die Einbürgerung, findet der Autor, gebürtiger Ukrainer und ausgestattet mit dem Maß an Geduld, das für dieses Projekt erforderlich ist. Was er dazu unbedingt vorlegen muss, ist die Bestätigung seiner Geburtsurkunde von den ukrainischen Behörden. Also auf nach Kiew! Witzig, satirisch und berührend ist diese Einbürgerungs- und Vater-Sohn-Geschichte, gewürzt mit reichlich „Salo“, ukrainischem Würzspeck.