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1961. Eine schwierige Zeit für selbständig denkende Frauen. Elizabeth Zott ist Chemikerin, aber ihr werden von ihren ausschließlich männlichen Vorgesetzten und Kollegen nur niedere Laborarbeiten zugetraut und auch anderweitig viele Steine in den Weg gelegt. Nur der brillante Nobelpreiskandidat Calvin Evans verliebt sich in sie und ihren Verstand.

Woher kommt unsere Liebe zum Meer und die Sehnsucht nach einer Insel? Familie Sander lebt bereits seit fast 300 Jahren auf einer Nordseeinsel. Hanne Sander weigert sich, eine typische Seemannsbraut zu sein, sehnsuchtsvoll am Kai zu stehen und auf ihren zur See fahrenden Ehemann zu warten. Sie öffnet ihr Haus den Sommergästen. Ihr Sohn Ryckmer jedoch fährt zur See, was soll er auch sonst tun? Kehrt aber, nach einem Erlebnis mit einer Riesenwelle zurück und verfällt dem Alkohol.

Ein wahres Leben wie ein Abenteuer. Aufgewachsen im protestantischen Basel Mitte des 19. Jahrhunderts, wandert Susanna Faesch mit ihrer Mutter nach Amerika aus. Dort malt sie die neu erbaute Brooklyn Bridge, die ersten leuchtenden Glühbirnen Edisons. Nach Heirat, Scheidung und Geburt ihres Sohnes reist sie ins Dakota-Territorium, wo amerikanische Ureinwohner ums Überleben kämpfen.

Von Schirach beherrscht die Kunst der Erzählung wie kaum ein anderer. In großen und – wie in diesem Buch – in kleinen Geschichten. Nachmittage voller Melancholie, falscher Entscheidungen, Zufällen und Glück. Die Episoden spielen in Stätten und Städten auf der ganzen Welt. Sie erzählen von der Literatur und vom Film, von der Kunst und natürlich auch und ganz besonders von der Liebe. Sie kreisen um die entscheidenden Momente des Lebens und wirken noch lange nach.

1954. Emmett hat unbeabsichtigt einen Jungen getötet. Nach verbüßter Strafe will er mit seinem Bruder Billy nach Kalifornien, um ihre Mutter zu finden, da beide nach dem Tod des Vaters im Heimatort nicht mehr willkommen sind. Doch zwei Freunde, die Emmett aus der Besserungsanstalt kennt, aus der diese kurzerhand geflohen sind, “leihen“ seinen Studebaker und machen sich auf nach New York - in die entgegengesetzte Richtung.

Nach dem Medizinstudium kehrt die junge Ärztin Aicha Balhaj in ihre Heimat Marokko zurück, wo bisher nur Männer Ärzte sind. Hat sie in Frankreich ein freies Leben mit beginnenden Studentenprotesten und Rufen nach gesellschaftlichen Veränderungen kennengelernt, so ist ihr Land erstarrt in Konventionen. Am Vorabend der Mondlandung lernt sie einen jungen Wirtschaftsstudenten kennen, der zur Freiheitsbewegung des Landes gehört.

Wegen seiner Beteiligung am Hitler-Attentat am 20. Juli sitzt der Sohn von Max Planck im Gefängnis. Der Physik-Nobelpreisträger schreibt Gnadengesuche, soll ein “Bekenntnis zum Führer“ verfassen. Er vermisst seine Freunde, die im Exil sind, vor allem Albert Einstein, der in Amerika forscht und sich nicht um seinen Sohn kümmert, der in einer Heilanstalt sein Leben fristet. Schwere Zeiten für Forschung, Freundschaften und Verhältnisse berühmter Väter zu ihren Söhnen. Beeindruckend.

Zeljko, genannt Jimmy, ist der Sohn von Migranten. Einfache Leute. Seine Mutter putzt bei Frau Martha Gruber in Heidelberg. Dort ist alles, was Jimmy sich wünscht: Platz, Bücher, Bildung, Selbstbewusstsein. Während eines Ferienjobs verliebt er sich in sie, doch er ist erst fünfzehn und sie vernünftig. Sie unterstützt ihn während des Studiums und darüber hinaus, so kommen sie sich näher. Doch die Beziehung hat ihre Tücken, denn allein Martha bestimmt die Machtverhältnisse.

New York. Ein Roman vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise der 1920er Jahre, geschrieben aus mehreren Perspektiven. Zunächst das Leben des Finanzgenies Benjamin Rask. Sein Geld vermehrt sich unaufhaltsam. Doch seine geliebte Frau erkrankt und stirbt letztendlich in der Schweiz, wohin sie in der Hoffnung auf Heilung gebracht worden ist. Es folgt die Autobiografie von Andrew Bevel, dem Vorbild der fiktiven Romanfigur.

Kummer aller Art vereint die Protagonisten. Onkel Ulrich ist Psychoanalytiker kurz vor dem Ruhestand. Frau Wiese ist zu schüchtern. Lisa erlebt ihren ersten Liebeskummer. Herrn Pohls Welt schrumpft. Vadims Hände zittern, Frau Schwerter täte Entspannung gut. Die Geschichten im Umfeld der Erzählerin, deren Personal uns ans Herz wächst, sind wunderbar humorvoll, voller Wärme und Tiefe, gespickt mit Sätzen, die uns innehalten und ein wenig lächeln lassen.