Lichtspiel

Wie weit darf man als Künstler für seiner Kunst gehen, wo liegen politische und moralische Grenzen? Mit diesen Fragen sieht sich im Deutschland der NS-Zeit auch der Regisseur G. W. Pabst konfrontiert. Selbst überzeugter Gegner von militärischer Gewalt und Diktatur, findet er sich plötzlich mitten in der propagandistischen Filmindustrie der Nazis wieder. Wie konnte es so weit kommen? Faszinierend und nachdenklich machend zugleich, erzählt Kehlmann von der Verführungskraft des Kompromisses und von der Bereitschaft, die Moral durch Karriereehrgeiz großzügig beiseitezuräumen. Und hinterlässt die Frage, wie man selbst gehandelt hätte.