Von Norden rollt ein Donner
Täglich treibt der 19-jährige Jannes die Heidschnucken seiner Familie durch die idyllische Lüneburger Heidelandschaft. Es herrscht Unruhe in der Gegend, die Wölfe sind zurück. Bald mehren sich Schafsrisse und mit ihnen die Konflikte im Dorf. Unterstützung finden die Dorfbewohner bei ihrem Heimatschutzanliegen ausgerechnet bei zugezogenen völkischen Siedlern. Kann Heimatschutz Gewalt rechtfertigen? Während sich die Situation zuspitzt und in Selbstjustiz zu eskalieren droht, trifft Jannes in der Heide auf eine eigentümliche Frau. Schritt für Schritt kommt er hinter die Geheimnisse der vermeintlichen Sehnsuchtslandschaft. Er stößt auf Brutalität, völkische Ideologie - und auf ein tiefes Schweigen. Ein packender „Anti-Heimatroman“ über den Zerfall einer scheinbar heilen, „urdeutschen“ Idylle.